lutherAm 1. Advent 2019 werden in unserer Kirchengemeinde die neuen Kirchenältesten gewählt. Dazu werden jetzt bereits Menschen gesucht, die sich als Kandidaten zur Wahl stellen möchten. Alle, die diese Aufgabe übernehmen, setzen damit eine urchristliche und besonders eine protestantische Tradition fort.
Der Begriff der „Ältesten“ ist dem neuen Testament im Sinne der für die Gemeinde Verantwortlichen entnommen. Heute bezeichnet er diejenigen Gemeindemitglieder, welche die Geschicke der Kirche vor Ort mit lenken. Älteste werden von den Gemeinde mitgliedern in ihr Amt gewählt. Sie müssen allerdings – anders als der Name verheißt – ganz und gar nicht „alt“ sein. Zum ersten Mal können sich 2019 auch Jugendliche ab 16 Jahren zur Wahl stellen lassen. Das Ältestenamt ist ein wichtiges Amt und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Schon die Bibel spricht an mehreren Stellen von Ältesten. Im 4. Buch Mose des Alten Testaments steht, dass Mose aus dem
israelitischen Volk Männer aussuchte, die ihn in seinem Amt entlasten sollten.
In den Zeiten der großen Christenverfolgung wurden die verschiedenen Dienste in der Gemeinde zunehmend in einem einzigen Amt zusammengefasst, dem geweihten Priesteramt. Während die Ältesten immer Mitglied eines
Kollegiums waren, amtierten die Priester allein. Erst die Reformation entdeckte Recht und Verantwortung der Gemeinde und damit auch das Ältestenamt wieder und entwickelte die Lehre vom Priestertum aller Gläubigen.
1523 schrieb Martin Luther, „dass eine christliche Versammlung oder Gemeinde Recht und Macht habe, alle Lehre zu urteilen und Lehrer zu berufen, ein- und abzusetzen.“ Möchten Sie sich im Ältestenkreis engagieren? Oder möchten Sie mehr dazu erfahren, welche Aufgaben Kirchenälteste in unserer Gemeinde übernehmen? Nehmen Sie gerne Kontakt zum Pfarramt oder amtierenden Ältesten auf.

Tageslosung vom 23.03.2019
Du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich am Ende mit Ehren an.
Paulus schreibt: Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; hinfort liegt für mich bereit die Krone der Gerechtigkeit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird.

Mit dem Monatsspruch für März grüße ich Sie, liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Homepage. Schön, dass Sie sich bei uns informieren.

In unserer Kirche gibt es den Brauch sowohl Wochensprüche, als auch Monatssprüche auszuwählen, also Bibelworte, die einen begleiten sollen. Manchmal gibt es Ermutigungen, manchmal sind es mahnende Worte. Der Monatsspruch für März ist eher mahnend und passt so die nun kommende Passionszeit. „Wendet Euer Herz wieder zum Herrn!“

Haben wir Gott Anlass gegeben, so mit uns zu sprechen? Martin Luther hat uns ins Stammbuch geschrieben, dass unser Leben immer wieder zu reformieren ist. Vielleicht ist grade die Passionszeit eine gute Gelegenheit, dies zu versuchen. Das ist so, wie wenn ich durch mein Navi aufgefordert werde, doch zu wenden, weil ich mich „verfahren“ habe. Leben ist nicht einfach und sich zu „verfahren“ ist keine Schande. Aber auf dem falschen Weg zu verharren, ist nicht gut. In der Passionszeit sollten wir uns Zeit nehmen, darüber nachzudenken.
Ich wünsche Ihnen eine gute und gesegnete Zeit und viel Freude mit unserer Homepage.

Es grüßt Sie der Gemeindepfarrer der Kreuzkirchengemeinde

Joachim Knab

Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu, und dient ihm allein.
1 Sam 7,3 (E)