Die Evangelische Kirche in Windenreute kann als Johanneskirche bezeichnet werden

Tradition

Die früher für Zaismatt, Maleck, Windenreute, Krumbach und die umliegenden Zinken zuständige Pfarrkirche St. Johannis (mit Friedhof) lag in Zaismatt. Die erste schriftliche Erwähnung bezeugt das "Tennenbacher Güterbuch“ von 1341: "ecclesia beati Johannis bi dem wure“, ebenso "sant Johans kilchen“.

Alemannisch wur/Wuhr steht für einen künstlich angelegten Damm/Abzweig des Wasserzuflusses in einen Mühlbach. Diese Stelle kann auch heute noch, wie die Reste des ehemaligen Mühlbaches lokalisiert werden. Die Kirche lag also an der alten Hochburger Straße von Freiamt über die Hintere Zaismatt bis zur Feste Hachberg.

Das Kirchengebäude wurde im Bauernkrieg (1525) beschädigt, bis anno 1549 erneuert und der dazu gehörige Grundbesitz (Kirchengefälle) neu geordnet. Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) erfolgte die totale Zerstörung. Anstelle "in Zaismatt" erbaute man im Jahr 1672 in Krumbach (heute zu Windenreute gehörig) eine neue Kirche und legte einen neuen Friedhof an. Im Jahr 1704 fiel die erst 32 Jahre alte Kirche dem so genannten Spanischen Erbfolgekrieg zum Opfer. Fortan gingen die Windenreuter und Malecker (Krumbach und Zaismatt wurden in dieser Zeit nach Windenreute bzw. Maleck eingemeindet) zu den Hauptgottesdiensten nach Emmendingen.

Namensgebung

Stadthistoriker und Archivar Ernst Hetzel erwähnt in einer Veröffentlichung, dass die seinerzeitige Kirche in Zaismatt bei der Namensgebung unserer Johannesgemeinde Pate gestanden hat. Hetzel war auch langjähriges Mitglied des Kirchengemeinderates der Christuspfarrei in Emmendingen. So lebt also die Kirche "Johannis ce Ceismatt" (1341) bzw. "Gotzhus zu Zeyßmat" (1549) und "St. Johans by Hachberg" (1602) dem Namen nach in unserer heutigen Johannesgemeinde fort.

Herbert Burkhardt
Oktober 2010

 

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Tageslosung vom 18.12.2018
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